Dass die Stadt Duisburg zur Zeit keinen Vertreter hat der Krisenmanagement betreiben kann, liegt nicht an Adolf Sauerland sondern eher an der Art, wie wir in Nordrhein Westfalen -und in vielen anderen Bundesländern eine Mischung aus Urwahl, Beamtenrecht und Management eines Grossbetriebes zu einer unglücklichen Mixtur zusammenmischen. Wenn aktuell weniger los ist, dazu gerne mehr…
Sauerland kann nicht zurücktreten, ohne sich und seine Angehörige ins ökonomisch bodenlose zu stürzen. Ausführlicher dazu die Financial Times. Das kann man nun wirklich nicht von ihm erwarten. Insofern muss der Rat der Stadt Duisburg jetzt schnell handeln.
Beerdigen wir also mit der Loveparade und den 21 Toten auch die gehypten Zahlen. Es waren keine Millionen Menschen auf den Loveparades. Jedenfalls nicht auf denen der letzten Jahre. Nicht auf denen in der “Metropole” Ruhr. Unser Informant weiss zwar sonst nicht viel. Aber: das muss er wissen, er war ja nah genug dran. Also, einmal mehr und hoffentlich nicht mehr allzu lange: Adolf Sauerland, der Mann mit dem Überblick in der Stadtverwaltung Duisburg. Ist ja schliesslich Oberbürgermeister dort. Jedenfalls, Adolf Sauerland hat heute ein grosse Interview gegeben, bei: “Der Westen“. Und da sagt er Worte , die muss man sich auf der Zunge zergehen zu sagen, ober mit dem geschätzten Karl Kraus zu formulieren: ”
“Je länger man ein Wort anschaut, umso fremder schaut es zurück… ”
Genug der Vorrede, O-Ton Sauerland:
Die Veranstalter haben uns schriftlich versichert, dass weit unter einer Millionen Menschen kommen würden. Da gab es eine große Public-Relations-Maschine. Die Zahlen wurden immer um den Faktor drei oder vier übertrieben. Deswegen mussten wir auch die Zahl der wirklich erwarteten Teilnehmer geheimhalten, um der Firma Lovpavent als Veranstalter der Loveparade keinen Imageschaden zuzufügen.

Ob Wizzard und Magier schon gegangen waren? Adolf Sauerland, Oberbürgermeister von Duisburg auf einem Kinderfest mit "Hexe"...
Es war einmal ein Oberbürgermeister. Der hiess Adolf. Eines Tages verzauberten ein durchtrainierter Fitnessunternehmer und ein begnadeter PR-Wizzard unseren Bürgermeister Adolf, in ein kleines Rädchen einer grossen, grossen Public Relations Maschine.
PR-Maschinen lügen, das weiss doch jedes Kind.
So musste auch Oberbürgermeister Adolf mit-lügen, mit-fälschen, mit-schweigen mit-schönen. Denn sonst hätten die Zauberer einen fürchterlichen Imageschaden erlitten und unseren kleinen Adolf aus der grossen grossen PR Maschine wieder ausgebaut…
Oberbürgermeister rheinischer Grossstädte als Imagemaschine für Fitnessstudios und dröhnend kreisende LKWs. Das ganze moderiert von Oliver Pocher im Livestream…
Hat was!
Aber: nur als Satire!
In echt ist es nur noch grässlich, und wie wir jetzt wissen auch lebensgefährlich. Fast könnte man mit Blick auf Adolf Sauerland in der “grossen Public Relationsmaschine” vergessen, dasss die Gemeindeordnung von Nordrhein Westfalen ihm nicht PR als Aufgabe gestellt hat:
Der Bürgermeister ist verantwortlich für die Leitung und Beaufsichtigung des Geschäftsgangs der gesamten Verwaltung. Er leitet und verteilt die Geschäfte.
Da scheint er seine Prioritäten nicht gehabt zu haben. So kann es gehen “in grossen PR-Maschinen”.
Allerdings:
Adolf Sauerland absetzen ist auch nicht so einfach sagt die gleiche Gemeindeordnung. Und zurücktreten kommt Adolf Sauerland teuer. Und McFits Rainer Schaller und sein PR SpinDoctor Björn Köllen haben Adolf nur als Oberbürgermeister gebraucht. Verlassen sich sonst lieber auf die Klitschkos.
“Kann also noch dauern”…
bzw, mit Bernd, dem Brot:
“So ein Mist!”