… so titelte der SPIEGEL 2008 eine Beitrag über “Panikprofessor” Michael Schreckenberg. Merkwürdig ruhig ist es um den cleveren Professor der Universität Duisburg geworden. In den ersten Tagen nach der Loveparade Katastrophe erklärte Professor Michael Schreckenberg gerne, dass all das gar nicht hätte passieren können. Theoretisch!

Professor Michael Schreckenberg
Damals hatte Professor Schreckenberg sogar noch seine Handynummer auf seiner Uni-Webseite. Seit bekannt wurde, dass Schreckenberg für die Stadt Duisburg einen mit 20.000 Euro dotierten “Prüfauftrag für die bestehenden Planungen der Zu- und Abwege, sowie des Veranstaltungsgeländes der Loveparade 2010 in Duisburg” abwickelte, redet er deutlich seltener. Eigentlich hat Professor Schreckenberg im SPIEGEL auch schon alles gesagt, vor 2 Jahren:
Die Menschen sind nicht in wilde Raserei geraten, sie haben keine Mitmenschen mutwillig überrannt. Panik gibt es eigentlich gar nicht. Da ist eine hochverdichtete Masse in Bewegung geraten, (eine) physikalische Zwangsläufigkeit. Es reicht schon eine gefühlte Gefahr, der Organismus ist nur noch darauf ausgerichtet, sein Leben zu erhalten. Niemand flieht zum Beispiel in einen dunklen Notausgang, die Masse der Flüchtenden staut sich immer an der Tür, wo die meisten hin rennen. Wenn 50 Menschen von hinten drücken, so lastet auf dem ersten das Gewicht von einer Tonne.
Man merkt es: Michael Schreckenberg ist nicht irgendein Professor. Sein Fachgebiet ist die Physik. Deshalb kann Professor Michael Schreckenberg eine Tonne auch “runter rechnen”:
Auf dem Weg zum Ausgang ist es nur eine Frage der Zeit bis der erste stürzt. Liegen aber erst einmal fünf Menschen übereinander, bedeutet das für den unten liegenden den sicheren Tod: “300 Kilo lasten auf ihm. Atmen ausgeschlossen!”
Vor zwei Jahren im SPIEGEL weiss der Professor auch (noch), wie man Stolpern verhindert und mit dem Leben davon kommt:
Fluchtwege müssten so gebaut sein, dass die Menschen hindurchströmen wie ein Schwarm Heringe. Jeder Stillstand kann tödlich sein. Denn Menschen, die in einer Masse fliehen, die plötzlich ins Stocken gerät, laufen nach ziemlich exakt 15 Sekunden in eine andere Richtung los, hat Schreckenberg beobachtet. Eine Masse in ihrem kollektiven Reflex zu steuern, so etwas gelinge nur in den ersten Momenten. “Strikte Führung” über Lautsprecher sei dafür nötig, so Schreckenberg. Die Leute brauchten das Gefühl, die Organisatoren hätten die Lage im Griff.
Alles klar Herr Professor Schreckenberg!
Theoretisch!
Vor zwei Jahren!
Alle Zitate aus: DER SPIEGEL 41/2008
Die Loveparade Duisburg hat auf diesem Blog einen grossen Raum eingenommen. Die Dokumentationen, Analysen und Recherchen werden wir ab sofort auf dem eigens dazu gegründeten Portal DocuNews.org veröffentlichen. Wir haben dort begonnen die vom Netz genommenen Webseiten der Loveparade Organisatoren online zu stellen. Ausserdem veröffentlichen wir heute als erste Analyse eine Recherche zum Interview mit Rainer Schaller im WDR. Wir haben herausgefunden, dass der McFit Float zum Zeitpunkt des Interviews bereits seit über 45 Minuten angehalten wurde und dadurch auch all andren Floats nicht mehr fuhren. Ein schwerer Verstoss gegen das Sicherheitskonzept. Ausserdem haben wir die Geschichte hinter den Loveparade Überwachungskameras und die fehlende Lautsprecheranlage recherchiert. Eine sehr lebendige Geschichte…
Hier auf “Triumph and Disaster” verbleiben die Kommentare und Impressionen. Und natürlich: die bisher erschienenen Artikel zur Loveparade Duisburg.
aber gerade finde ich tief im Netz dieses Lied von Tindersticks. Nie vorher gehört. Ich mag Lieder, die einen mit ziehen und von denen man am Anfang nur einen Ahnung hat, wo es hin geht.
Und auf einmal weine ich. Muss manchmal sein…:
Wenn es nicht passt:
einfach einen Beitrag weiter scrollen…
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Chilitetime Lyrics
Need to find a way
Find another time
There’s nothing I could say
To give her peace of mind
Need to find the words
Need to find a way
But only those
With nothing to say
Can look into her eyes
And not turn away
For only those
Have nothing to say
I can see them now
I can find the words
But I turn away
With nothing to say
Come home again
Still I’m lost here
Nothing stays the same
She has my love
She needs something more
And the time is mine
Nothing to say
Can’t hide this feeling
Running through my mind
Still I can’t believe
I’m here
I got this feeling now
It’ll never stay long
It’ll never stay long
I’m here
No matter how I try
I can never forget
The reasons why
It’s that fear again
It’s coming like a train
Every time I believe
It starts bearing down
Leaves nothing to say
There’s nothing to tell that I don’t know
That hurt the feeling of love and
I don’t know why I feel
You took it all away
Come closer again
Come running from my mind
That’s the way it’s always been
I’m here
I’ve got that feeling now
But it’ll never stay long
It’ll never stay long
I’m here
No matter how hard I try
I can never forget
The reasons why
You say you got love
Got a love to set you free
I can feel it, darling
It runs all over me
I got a smile that says I’m feeling good
You know I’m feeling good
You know I’m feeling good
I’m here
I got this feeling now
But it’ll never stay long
It’ll never stay long
I’m here
No matter how hard I try
I can never forget
The reasons why
I’m here
I got this feeling now
But it’ll never stay long
It’ll never stay long
I’m here
No matter how hard I try
I can never forget
The reasons why
Come home again
Still I’m lost here
Nothing stays the same
Can’t hide this feeling
Come running through my mind
Still I couldn’t believe
And I could be gone another day
I could turn round and then walk away
I don’t have to go
You can make me stay
There’s nothing to say that you don’t know
That hurt my feelings, loving
I don’t know why it stays
You took it all away
And I know that I am leaving
I know the place you were heading
Ain’t there no more
I took it all away
Come into me
Come to me come to me
Yes I understand
Come closer to me
Go running from my mind
That’s the way it’s always been
Touch the feeling
Can’t stop here
That’s the way it’s always been
Always stays the same
I’m here
I got this feeling now
But it’ll never stay long
It’ll never stay long
I’m here
No matter how I try
I can never forget
Forget
Coming round again
Gonna break apart
Can’t hide this feeling
Running through my mind
Still I can’t believe
Come in to me
Come closer baby come
Yes I understand
Come closer
Come into me
Go running from my mind
That’s the way it’s always been
Nothing stays the same
It’s hard again
Your lips apart
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
schon der SPIEGEL war enttäuschend. Spiegel Online stilisierte Carsten Walter dann zum Opfer der Loveparade. Und jetzt BILD!
Hört bitte auf! Müssen wir den Überlebenden der Katastrophe wirklich aus der Sicht eines Bereichsleiters der Loveparade Security erklären lassen, was schief lief? Der Mann schweigt bei der Polizei! Das ist sein Recht! Aber macht ihm und den Loveparadeveranstaltern doch nicht weiter Eure Blätter auf.
Bitte auch keine treuherzigen Photos mehr! Weder vor Containern noch Rampen. Und bitte auch nicht still trauernd an den Gräbern der Toten, nicht kniend in Kirchen.
Lasst die Verantwortlichen weiter schweigen. Wir finden die Wahrheit schon raus!
Posing für Bild: Carsten Waler im Sicherheitsteam der Loveparade zuständig für den Eingangsbereich.
Crowd Manager Carsten Walter schweigt zur Loveparade Katastrophe. Das ist weder originell noch unverständlich. Kein Wort also, nicht mal mit einem Anwalt, redet Walter mit Kripo oder Staatsanwälten. Sollen die doch ohne sein Hilfe herausfinden, was schief gelaufen ist.
Zu Schweigen ist Carsten Walters gutes Recht.
Für potentiell Verantwortliche gibt es schliesslich das Recht auf Aussageverweigerung (§55 StPO). Das ist eine hohe Errungenschaft und geht völlig in Ordnung. Die wenigsten dieser Schweiger erhalten jedoch Gelegenheit exclusiv via SPIEGEL ihre Sicht der Dinge unter die Leute zu bringen. Diplom Psychologe und Crowd Manager Carsten Walter schafft das. Schliesslich plagt ihn die Verantwortung.
Manchmal bin ich sehr konservativ: wer die Aussage bei der Polizei verweigert, sollte seine Verteidigungsstrategie auch nicht per Nebelkerze im SPIEGEL fördern können. Schon gar nicht sollte er weniger hart befragt werden, als jeder andere Profi. Genau das geschieht aber im SPIEGEL Gespräch mit Carsten Walter. Die Fragen der SPIEGEL Repoerter sind mehr als zurückhaltend. Gerade wird dies von SpiegelOnline noch getoppt:
Spiegel Online: Carsten Walter, Leiter des Eingangsbereiches auf der Loveparade in Duisburg als Opfer im SPIEGEL - Gespräch: "Angst um mein Leben..."
Das geht nun wirklich zu weit! Zunächst:
Der SPIEGEL versäumt seit zwei Wochen eine Beziehung zwischen Carsten Walter als Leiter des Bereiches Einlass und dem verantwortlichen Leiter für Sicherheit und Ordnerdienste bei Lopavent Lutz Wagner herzustellen. Dabei stammen beide aus dem Dunstkreis der gleichen Sicherheitfirma. Die dementiert auf ihrer Webseite zwar wortreich diese Positionen bei Lopavent besetzt zu haben. Bei der geschickten Gestaltung von Verträgen als Honorar oder Werkvertrag dürfte das kein grösseres Problem darstellen. Lopavent Sicherheitschef Wagner und Einlass Leiter Crowd Manager Walter präsentieren das Konzept jedenfalls gemeinsam mit weiteren Angestellten der Lopavent auf dem von Walter erwähnten Treffen. Kaum zu glauben, dass ein Experte wie Carsten Walter nicht auch seine konzeptionellen Fähigkeiten in diese Präsentation eingebracht hat.
Walter wird im Protokoll des Treffens als “Abschnittsleiter mit Zugriff und Weisungsrecht auf 150 Ordner” beschrieben. Das sind angesichts der Sensibilität des Eingangsbereiches nur 10 % aller Ordner , also nicht sehr viele viele. Das gilt besonders, wenn man den Tag in Schichten einteilt. Immerhin sollte der Einlass ab spätestens 11:00 offen sein und bis deutlich nach Mitternacht zum Verlassen des Loveparade geländes geöffnet bleiben. Mir scheint das schon vom Konzept her eine deutliche Unterbesetzung für zwei Einlasskontrollen mit Vereinzelungsanlagen, die Wege durch zwei lange Tunnel, eventuell die Sperrung und Einteilung der Rampe, Schutz von Treppe und Masten und nicht zuletzt “pushen” von Besuchern über die Float Strecke in den hinteren Veranstaltungsraum. Crowd Experte Carsten Walter scheint diese Konzept zum Zeitpunkt seiner Präsentation aber mitgetragen, vielleicht sogar miteentwickelt zu haben. Eine Frage des SPIEGEL zu diesem Konzept hätte gewiss nicht geschadet.
Abschnittsleiter Carsten Walter sichert nach dem Protokoll des Treffens folgende Bereiche des Loveparade – Sicherheitskonzeptes mit seiner Ordnertruppe ab:
Sogar noch einiges mehr. Man kann das nachlesen.
Für Walters Bild auf die Lage sind 5 der insgesamt 17 Kamerapositionen relevant:
Eine (Kamera 13) steht über dem Führungscontainer mit Blick auf die Rampe. Eine (Kamera 4) filmt vom Ende des alten Bahnhofs. Liefert also den umgekehrten Blick zu Kamera 13: man sieht auf Walters Führungscontainer und die Wand hinter Carsten Walters Container mit den grossen Hinweisschildern. Zwei Kameras (15 und 16) stehen jeweils an einer der beiden äusseren Ecken der Rampe. Eine (Kamera 12) steht auf der rechten Rampenböschung. Dann zwei weitere wichtige Perspektiven: Kamera 14 und 17 schauen auf je eine der Vereinzelungsanlagen vor den beiden Tunneleingängen.
Von diesen Perspektiven des Carsten Walter, und wohl auch seiner Einsatzleitung sowie einiger Personen mehr, sehen wir seit einer Woche Bilder von höchstens zwei Kameras, nämlich 13 und 15.
Warum nur zwei Kameraperspektiven, lieber Spiegel?
Gibt es für diese Zurückhaltung eine logische Erklärung?
Oder stimmt die naheliegenste Begründung: SPIEGEL, wie auch alle anderen die Bilder aus den Überwachungskameras verbreiten, erhalten von interessierter Seite vorsortiertes und interessiert zusammengestelltes Material. Statt dies klar zu stellen und die Quelle wenigstens geschützt zu nennen, wird uns dieses PR Material als hart recherchiert und quasi dokumentarisch verkauft.
Fällt sonst niemand auf, dass wir fast ausschliesslich Polizisten zu sehen bekommen? Da sprangen aber gleichzeitig Carsten Walters per Bündelfunk gesteuerte Ordner mit oder ohne Funkgerät, mit oder ohne Instruktionen ihres Abschnittleiters herum.
Hat jemand diese von Walter eingesetzten Ordner gesehen?
Fragen, die leider weder der Spiegel der letzten, noch der dieser Woche beantwortet oder auch nur erhellt.
Es gibt weitere Fragen, die man spätestens dann stellen sollte, wenn nach SPIEGEL und BILD demnächst noch die BUNTE eine Homestory mit Diplom Psychologe Carsten Walter bringt: “Zu Hause beim Crowd Manager…” Aber, lieber SPIEGEL, vielleicht erlaubt Herr Walter ja Nachfragen…
Wer ein wenig Ahnung von Events dieser Grössenordnung hatte, musste spätestens gegen 15:00 Uhr sehen, dass der Zu- und Abgang gefährlich voll wurde. Hier wäre es einerseits notwendig gewesen, den Rampenausgang freizuhalten. Man hätte dazu die Musik der Trucks dämpfen und über deren Lautsprecher organisatorische Durchsagen zum besseren Verteilen auf dem Gelände machen müssen. Wenn überhaupt hätte diese Massnahme gegriffen. Mit Polizeiketten, richtig oder falsch aufgestellt, war die Situation jetzt nicht mehr zum Guten zu wenden.
Dazu hätte Carsten Walter den Lovepaarde Sicherheitschef und Vertrauten Lutz Wagner anfunken müssen. Ist das geschehen? Durfte Wagner Durchsagen über die Floats machen? Oder musste er erst um Erlaubnis fragen? Hat diese Idee jemals existiert? Ist niemand darsuf gekommen? Hat jemand die Idee kassiert? Dazu spricht bis heute niemand. Die Beteiligten mauern. Lopavent hatte jederzeit die Möglichkeit, Durchsagen über die Floats zu machen. Ausserdem gab es zwei freie Leitungen für Telefonkonferenzen mit Krisenstab, Polizei und wem auch immer. Da an der Spitze wäre zu handeln gewesen. Ist das versucht worden? Oder deckt Walter die Lopavent Leitung?
An die Arbeit SPIEGEL! Es bleibt viel zu tun!
Bis zum 24. Juli 2010 war “Triumph and Disaster” ein privat/politischer Blog: seit P.s Geburtstag im Januar 2010 schweigend. Es kann beschaulich sein, hier in der Eifel, im alten Pfarrhaus von 1722., Maria Laach und Schloss Bürresheim um die Ecke. Die “kleine Schwarze” aus der Nachbarschaft schaut auf eine Milch vorbei. Ein Siebenschläfer jagt vor Mitternacht Insekten auf der Fensterbank.
Den ersten Beitrag zur Katastrophe Loveparade 2010 schrieb ich am Sonntag dem 25. Juli 2010: “Loveparade Duisburg: gleich um die Ecke…”. Nach jener unsäglichen Pressekonferenz der in Duisburg Verantwortlichen. Die hatte ich mir nicht geschenkt, nach dem Telefonat mit P. am Vorabend, als die Kinder nicht zu erreichen waren. In diesem ersten Beitrag formuliere ich eine Ahnung
Keiner der Beteiligten, stellt in groben Umrissen das allseitig abgesegnete “Sicherheitsâ€konzept vor. Keiner scheint zu wissen, wie viele Menschen vor oder auf dem Gelände der Loveparade Duisburg gewesen sind. Die Angaben schwanken auch jetzt noch zwischen “der belastbarsten Zahl†105.000, die Schmeling wohl aus den Ticketcomputern der Bahn gewonnen hat, 350.000 für die der Veranstaltungsort ausgelegt gewesen sei, und 1,4 Millionen mit denen Loveparade Geschäftsführer Rainer Schaller vor Beginn der Parade rechnete. Man darf auf das kommende Schweigen der Verantwortlichen angesichts dieser Diskrepanzen gespannt sein.
Nicht schlecht prognostiziert. Offiziell schweigt die Stadt Duisburg, vertreten durch ihren Oberbürgermeister Adolf (Ich habe viele Fragen…) Sauerland, ihren Dezernent für Sicherheit und Recht Wolfgang (… im Krisenstab hat alles prima geklappt… ) Rabe und den Baudezernent Jürgen (…meine Sondernutzungserlaubnis war jedenfalls in Ordnung…) Dressler. Es schweigen (inzwischen) auch die von den Duisburger Stadtverwaltung geheuerten Experten: vorneweg schweigt Professor Michael (… von der Treppe habe ich nichts gewusst…) Schreckenberg. Der beglückte uns in den ersten Tagen nach dem Unglück -zwecks Folgeaufträgen und Deutungshoheit in den Medien?- sogar mit seiner Handynummer auf der Webseite. Jetzt schweigen sie alle, obwohl die ermittelnde Staatsanwaltschaft bisher keinen dringenden Tatverdacht gegen einzelne feststellt und “gegen unbekannt” ermittelt.
Ganze Institutionen haben sich das “ohne meinen Anwalt sag ich gar nichts“, zu eigen gemacht. Für ein strafrechtlich involviertes Individuum mag das die richtige Verteidigungsstrategie sein. Für eine Stadt, ihre Verwaltung und ihre Bürger ist es eine (weitere) Katastrophe.
Ähnlich verhalten sich Loveparade Retter und MuckiBuden Discounter Rainer Schaller sowie sein Public Relations Wizzard Björn Köllen. Die Marke “Loveparade hatten die beiden ja schon auf besagter Pressekonferenz gekillt. Wenn ich einen PR-Tip geben darf: Schaller als Ikone zurückziehen und durch einen “brutalst möglichen Aufklärer” ersetzen.
Schaller und Köllen brauchen vielleicht auch nichts mehr zu reden, haben genug gesagt und gelogen. Zum Beispiel in diesem Livekommentar zum Tod auf der Rampe. Zugegeben: in die WDR Kameras lügt nur Rainer Schaller, der beherrscht das wie kein zweiter. Die Kulisse, das Backgrounddesign allerdings trägt deutlich Köllens Handschrift. Dass dürfte er nicht ohne einen PR “spin” und einen guten Draht zu den WDR Verantwortlichen geklappt haben. Jedenfalls: während Schaller unhinterfragt über “… Floats, die die Leute reinziehen und die Leute schön auf dem Gelände verteilen…” schwätzt, steht da sein eigener McFit / Bild.de LKW als Hintergrund. Und die WDR Kamera schwenkt ihn ab: von Führerhaus bis Heck, mehrfach hin und her. So können sich Marken besser ins Unterbewusste brennen. Dieser McFit Float zieht niemand aufs Gelände, verteilt auch nicht, schon gar nicht: “schön”. Der wird für andere Zwecke gebraucht und blockiert die Floatstrecke.
McFit blockiert auch alle anderen Floats auf dem Rundkurs. So verstärkt sich Rückstau, so löst man den nicht auf. Keine Sternstunde des öffentlich rechtlichen Rundfunks. Immerhin: sieht man mal vom plump vertraulichen “Du” und “der Rainer Schaller”ab, geht die Anmoderation von Thomas Bug in Ordnung:
Wenige Minuten nach dieser Werbesendung des Veranstalters werden die ersten Toten gemeldet.