Aug 28 2010

SPIEGEL und Rainer Schaller: Kooperation, die dritte…

Published by at 14:11 under Loveparade Duisburg

Alles wie gehabt zwischen Rainer Schallers Lopavent GmbH und dem SPIEGEL:
die Vorabmeldung kommt am Samstag, BILD wird nachziehen. Wieder macht das Nachrichtenmagazin aus Hamburg seine Seiten und PR – Kraft für Rainer Schaller und dessen Lopavent auf.

Zum dritten Mal:
31. Juli2010 :

Es gab einen Crowd Manager, der möchte ungenannt bleiben, belastet aber die Polizei…
7. August 2010:
Der Crowd Manager heisst Karsten Walter. Er verweigert zwar die Aussage, möchte uns aber trotzdem im SPIEGEL Gespräch erklären, wie es war auf der Rampe. Dazu haben wir auch Bilder der Überwachungskameras.
28. August 2010:
Hinter Karsten Walter und unseren bisherigen Videoausschnitten steht Rainer Schaller. Der spricht jetzt selbst und stellt sein (ganzes?) Material ins Netz.

Flucht nach vorn also. Nachdem man sich bisher mit winzigsten Ausschnitten zufrieden gab.
Die Vorabmeldung des SPIEGEL lautet:

Love-Parade-Katastrophe
Veranstalter stellt Überwachungsvideos ins Netz

Jetzt geht Rainer Schaller in die Offensive: Der Love-Parade-Veranstalter erhebt im SPIEGEL schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Sie hätte Sperrketten gebildet, die nach Meinung Schallers zur Duisburger Katastrophe führten. Dies sollen Überwachungsvideos beweisen, die nun ins Internet gestellt werden.

Hamburg – 21 Menschen starben vor vier Wochen bei der Duisburger Love Parade, mehr als 500 wurden verletzt. Noch immer ist unklar, was zu der Katastrophe führte – nun greift Veranstalter Rainer Schaller im SPIEGEL die Polizei massiv an. Der Chef der Fitnessstudiokette McFit wirft ihr vor, sie sei mitverantwortlich für das Duisburger Desaster. Schallers Vorwurf: Die Polizei hätte – als sich vor den Zugängen im westlichen und im östlichen Bereich des Veranstaltungsgeländes ab 15.50 Uhr die Massen stauten – aus unerklärlichen Gründen drei Sperrketten gebildet, zwei in den Tunnels und eine auf dem unteren Teil der Zugangsrampe.
Diese Ketten, sagt Schaller, seien “vermutlich die Ursache der Katastrophe” gewesen: “Für uns stellt sich die Frage, warum die Polizei dies tat.” Ohne die Polizeikette auf der Rampe würden die “Menschen heute noch leben”, behauptet Schaller.
Um diese aus Sicht des Veranstalters taktischen Fehlleistungen der Polizei dokumentieren zu können, lässt er das gesamte Videomaterial seiner sieben Überwachungskameras mit einer Laufzeit von mehr als 22 Stunden ins Internet stellen. “Jeder soll sich selbst ein Bild von den Abläufen machen können.”
Schaller wird nicht vor dem Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags, der sich am 2. September zum wiederholten Male mit der Duisburger Katastrophe beschäftigt, Rede und Antwort stehen, er werde “Vertreter meiner Firma” schicken.

Da dürfen wir auf SPIEGEL print und SPIEGEL TV morgen abend gespannt sein. Halten wir vorab fest:

  • Es waren nicht 7 sondern 17 Kameras. Auch nicht:  Kameras sondern (zum Teil) Kamera Teams in Cooperation mit Security.
  • Die Kameras waren nicht auf den Positionen, die in der SPIEGEL und BILD Grafik bis heute verzeichnet sind:
  • 1 – 3 auf Walters Container.
  • Lopavent/Schaller hatten von vorne herein eine Kopie der Videos, die sie bei der Beschlagnahmung nicht abgegeben haben.
  • Höchstwahrscheinlich ist das bisher bei SPIEGEL und BILD laufende Material eine von Lopavent zusammengestellte Auswahl.
  • SPIEGEL und Bild haben uns die Quelle verschwiegen, in einem Beitrag auf Spiegel TV, der bis heute nicht korrigiert wurde sogar von Polizeivideos gesprochen.

Nach wie vor beantwortet Lopavent keine Presseanfrage:

vielen Dank für Ihre heutige Anfrage.
Wir verstehen das große Interesse der Öffentlichkeit an Aufklärung,wie es zu dem tragischen Unglück auf der diesjährigen Loveparade in Duisburg kommen konnte.
Auch wir sind an Aufklärung interessiert und leisten unseren Beitrag dazu.
Haben Sie bitte Verständnis, dass wir angesichts laufender Ermittlungen keine Statements zu Einzelfragen bzw. Dokumente an Medien herausgeben.

“sondern geben unser Material nur an ausgewählte Medien im Rahmen unserer eigenen PR Aktivitäten…”
möchte man ergänzen.
Bin gespannt, was wir zu sehen bekommen. Sicher ist:
wir befinden uns nach wie vor in einer PR Kampagne von Lopavent.
Da mit schwimmen ist einfach:
Wir recherchieren lieber:

Überwachungskameras auf der Loveparade Duisburg

Lautsprecheranlage auf der Loveparade Duisburg

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