Archive for December, 2007

Dec 31 2007

Zum Jahreswechsel….

Noch wenige Stunden, und das Jahr 2007 ist zu Ende.
Man kann sich ja all den Rückblicken und Jahresbilanzen gar nicht entziehen. Genau so wenig dem eigenen Drang, noch einmal zurück zu schauen.
Eben habe ich auf der Rückfahrt von Köln in die Eifel laut gelacht.
Das kommt immer mal wieder, aber auch längst nicht jeden Tag vor.

Dabei sollte man hinter dem Titel
Wegmarken: Eiszeit - Warmzeit - Endzeit: Anmerkungen zur Klimadebatte

ausgestrahlt heute um 18:40 auf dem Sendeplatz von “Hintergrund Politik” nun wirklich nichts zum Lachen vermuten. Deshalb folgt hier der Link zum Podcast des Deutschlandfunkes, wo man sich den Beitrag sowohl anhören als auch downloaden kann.
Also:
20 Minuten reservieren und zuhören.
Und vielleicht hier einen Kommentar einstellen, ob sie es zum Lachen oder einfach nur grässlich, politisch unkorrekt fanden.

Just a few hours and the year 2007 will be gone. This audio is for our English speaking friends that like to practice German with a good laugh. Listen, practice and comment.

May all your wishes and dreams come true in 2008.
Alle Ihre Wünsche und Träume für das Jahr 2008 mögen in Erfüllung gehen!
Wobei wir natürlich wissen, dass wir selbst daran ausdauernd mitwirken müssen.

No responses yet

Dec 28 2007

…new years resolutions…

Published by Lothar Evers under Quotes, ...on the web

We all suffer from information overload. So we only skip the headlines of many of our emails. Today I was fortunate enough to open an email that usually I never would have read. Best wishes for 2008 from TrafficHoopla. Have a look at their website, it is a great help if you build traffic.

But this has nothing to do with their new years greeting. I could not even find it on their page. I will shoot them an email to find out whether these traffic wizards really expressed their own thoughts or used some ancient source. Stay tuned and now without a further a do:

Holy Grail / Fountain of Youth?
Many people who came before you searched for success and never
found it. They genuinely thought of it as the Holy Grail or the
Fountain of Youth - something to be captured at the end of a long
quest. Some believed it was a relationship to be won. Other
supposed it was a desired position to be earned or an object to be
possessed.

However, success is none of those things. It’s not a destination to
be reached. It is a process - a journey to be taken. Moreover, you
do it one day at a time.

It needs most people some time to discover what they were created
for. If you are willing, you can explore the world and constantly
learn more about your purpose every day. You can engage in
activities that gradually help you grow a little more in mind,
body, or spirit. In addition, you can perform some act - large or
small - that generously helps others.

Success is knowing your purpose in life, sowing seeds that benefit
others, and growing to your maximum potential.

The door to your potential is waiting for you. The key is to be on
the journey. Keep at it day in and day out. If you are, you’re a
success today. Furthermore, you’ll be a success tomorrow.

No responses yet

Dec 23 2007

Momentaufnahme…

Einen der bekannten Onlinefragebögen ausgefüllt.
Momentaufnahme von heute:
Answered one of the many online questionaires.
Q&A in German only:

Ein Tag ist für mich perfekt, wenn …
ich eine Herausforderungen gemeistert habe, und sich jetzt die Ruhe des Abends einstellt
oder
ein neuer Gedanke mich angeflogen hat, der meinem Blick auf die Welt erweitert;
oder
ich nach Jahren an alte Kontakte anknüpfen kann;
oder
wir einfach nur, und immer wieder das Bett zerwühlt haben;

Drei Dinge, die für mich wichtig sind:
Mein Sohn Paul 19.
und
Der Kampf um die Lebensqualität meiner an Alzheimer erkrankten Mutter (83).
und
Mein Wissen um die Menschheitskatastrophe “nationalsozialistische Verfolgung”. In diesem Feld habe ich lange gearbeitet. Da gibt es das dichteste Netzwerk von Freunden und Bekannten, weltweit.

Fünf Worte, um mein Äußeres zu beschreiben:
Lachfalten, Schwergewicht, Boheme, hellwach, präsent

Ein Ort, an dem ich mich besonders wohlfühle:
Schottland, New York, Italien, Ladakh
mein Haus in der Eifel von 1722

Zwei Sachen, von denen ich mich nie trennen könnte:
ungerne von meinen Lieblingsbüchern:
James P Carse: Endliche und unendliche Spiele;
Wilhelm Reich: Rede an den kleinen Mann
Peter Weiss: Die Ästhetik des Widerstands

Wenn ich nichts zu tun habe, mache ich Folgendes:
dann lese ich (Sonntags)zeitungen kurz und klein, vormittags bei cafe au lait und nachmittags bei einem Malt Whisky;
oder
habe ich die Ruhe an meinem Blog zu schreiben;
oder
geniesse ich Filmabende mit meinem Sohn, oft mit Filmen, die einer von uns schon gesehen hat, und dem anderen nahe bringen möchte;

Ich reagiere allergisch auf …
Gewalt, Unrecht, Heuchelei, Falschheit, Verlogenheit, Schaufensterreden, diplomatisches Gesülze, und zu grosse Förmlichkeit;

Ich wünschte, ich könnte …
ein Unternehmer sein, der sich nicht um das Vermehren von Geld sondern um soziale Herausforderungen kümmert.
und
Ungeduld und Gelassenheit (noch) besser ausbalancieren.
und
Dinge diszipliniert lernen, die mir nicht einfach zufliegen, z.B. Akkordeon spielen.
und
mich kulturell so gut ausdrücken wie verbal und intellektuell.

No responses yet

Dec 23 2007

Dignity….

Inge Evers through the mirror...My son Paul has a talent to enter and struc­ture encounters with his digital camera. Here pictures that Paul took of Inge, like we call my mother when we visited her jointly after she almost died of starvation and could be saved only by implanting a feeding tube. Paul behind his camera needs no words where I (still) rely on verbal communication. It is great to have him silently photographing in the same room.

My mother “reads” her daily “Kölner Stadt Anzeiger”. Our family subscribed to this paper since I was a little child. So we have no intention to cancel this subscription. We had to cancel the phone line however a few weeks ago because my mother could neither take incoming nor dial outbound calls anymore.

Kurz nachdem meine Mutter fast verhungert wäre und nur durch eine Implantation einer Magensonde gerettet werden konnte. Inge Evers liest Kölner Stadt Anzeiger im AltersheimMeinem Sohn Paul gelingt es, die Würde der alten Dame, oder Inge, wie wir sie nennen, beim Lesen des “Kölner Stadt Anzeigers” einzufangen. Während ich ohne Sprache im Zimmer meiner Mutter fast aufgeschmissen bin, kann Paul hinter seiner Kamera gut ohne Worte präsent sein. Den KStA abonnieren wir seit wir nach Köln gezogen sind. Damals war ich sechs Jahre alt. Er gehört fest ins familiäre Frühstücksritual. Das Telefon haben wir vor einigen Wochen abgemeldet, da meine Mutter weder Anrufe annehmen noch selber mehr wählen konnte. Der Stadt Anzeiger aber bleibt.

One response so far

Dec 23 2007

Silence…

Maybe i should explain why I was so quiet for almost six months. I guess it was because I focused on two activities involving fellows whose privacy I wanted to protect.

For the first time in my live I had to do with the public agencies here in Germany called ARGE. They are responsible for “Arbeitslosengeld II a kind of Social Security for those being able to work. I represent a friend of mine and this experience is challenging and sobering at the same time.

Plus: my mother -as many of you know suffering from Alzheimer- during the summer lost eleven Kilograms and probably would have died of starvation if we not at the very last moment would have intervened. All that happened in one of the better nursing care institutions in Cologne. Accompanying my mother through her aging and helplessness more and more reminds me of the new period in my live when at 34 A. was pregnant and we decided to take that as a sign for our persistent love and prepare for parenthood. We were not alone at that time. Many women and men of our generation had decided to wait as long as we did before making this decision.

Now with my aging mother a new period of my live is starting and something similar is happening to many of the friends in my generation. No big discussion not to many groups no special newspapers accompanying this challenge. We all are improvising on our own. Isolated and very lonesome and in a way silent. Why? Are we ashamed? Are we frightened to anticipate that we might be in a similar state of weakness and dementia some years ahead? Anyhow: sorry for that silence.

Fast ein halbes Jahr geschwiegen. Warum? Ein Grund war, dass ich die Privatsphäre von zwei Menschen schützen wollte für die und mit denen ich die letzten Monate unterwegs war. Hier in der Idylle der Eifel habe ich eine erste Bekanntschaft mit einer ARGE gemacht. Im öffentlichen Raum wenig kontrolliert aber zuständig für die Umsetzung von Hartz IV und Arbeitslosengeld II. Zum Glück reichen meine finanziellen Polster noch, so dass kein eigener Antrag zu stellen war. Habe mich stattdessen zwischen eine gute Freundin und die hier zuständige ARGE platziert und mache seitdem spannende aber vor allem ernüchternde Erfahrungen.

Auf der anderen Baustelle wäre (mir) im Sommer meine Mutter in einem der besseren Kölner Altersheime um ein Haar verhungert. Elf Kilo binnen drei Monaten hatte sie schon abgenommen bevor wir die Situation gedreht bekamen. Je länger ich das Altern und die zunehmende Hilflosigkeit begleite, um so mehr bin ich an eine andere Lebensphase erinnert. Ich war 34 und A. war schwanger, als wir uns entschlossen dies als Zeichen für die Beständigkeit unserer Liebe jenseits unserer bloss individuellen Lebensplanung zu begreifen und uns auf eine gemeinsame Elternschaft vorzubereiten. Damals waren wir nicht allein. Viele hatten ähnlich lange mit der Frage eigener Elternrolle Zeit gelassen. Es gab Gruppenangebote, Kinderläden Fachzeitschriften.

Nun begleitet die gleiche Generation ihre Eltern durch deren letzte Lebensphase. Allein, isoliert und mit einem Anflug von Trauer. Keine Elternläden, Selbsthilfegruppen, wenig Vergemeinschaftung: jede(r) improvisiert für sich allein. Dabei hätte man den Titel der Fachzeitschrift, die uns damals begleitete, nicht einmal ändern müssen: “ELTERN”. Für unsere Generation gestalten wir diese neue kollektive Herausforderung erstaunlich schweigsam. Schämen wir uns oder haben wir einfach Angst, bald ähnlich schwach und dement zu werden?
Hier: keine vorschnellen Antworten, aber der gute Vorsatz: nicht länger zu schweigen.

No responses yet